Expertenanhörung, 28.1.2014 im Rathaus

Expertenanhörung im Rathaus: Dienstag, 28. Januar 2014, 17h im Kaisersaal

Hamburger Rathaus, Foto von Healifix / photocase.de

Nach 1 ½ Jahren mühevoller und oft frustrierender Arbeit hat es die Bürgerinitiative gegen Fluglärm im Alstertal und den Walddörfern geschafft, dass ihr Anliegen zum Thema einer offiziellen Expertenanhörung im Rathaus geworden ist.

Die Forderungen der BI nach Reduzierung des Fluglärms beziehen sich vorwiegend auf die zunehmend praktizierten verkürzten An- und Abflüge, bei denen die Flugzeuge in relativ geringer Höhe im Abstand von 4 – 6 nautischen Meilen vom Flughafen auf den Leitstrahl eindrehen bzw. ihn verlassen, statt auf den regulären, lärmoptimierten Routen zu bleiben. Die damit verbundenen Flugmanöver, die mit abwechselndem Abbremsen und neu Schubgeben einhergehen, verursachen den unerträglichen Lärm. Durch die verkürzten Abflüge wird das Hamburger Stadtgebiet, im Besonderen der Nordosten Hamburg, erheblich belastet.

Dass es  trotz gegenteiliger Behauptungen der DFS ( Deutsche Flugsicherung ) auch anders geht, beweist die Art der Anflüge auf dem zweitgrößten Flughafen der Welt, Heathrow in London. Dort bleiben die Flugzeuge relativ lange in großer Höhe, um dann in einem kontinuierlichen Sinkflug mit möglichst wenigen Bremsvorgängen auf dem vorgegebenen Leitstrahl zur Landung anzusetzen. Außerdem wird in Heathrow die Bevölkerung in die Bestimmung der An- und Abflugrouten mit einbezogen, um so die Belastung durch Fluglärm, der nun einmal mit einem Innenstadtflughafen verbunden ist, so weit wie möglich zu reduzieren.

Die BI appelliert an die Verantwortung der Politiker für das Wohlergehen der Bevölkerung, die sie übernommen haben, als sie beschlossen, den Flughafen nicht nach Kaltenkirchen auszulagern, sondern zum großen innerstädtischen Verkehrsflughafen auszubauen.

Es ist unbestritten, dass Fluglärm krank macht. Das zu vermeiden, muss ein vordringliches Anliegen der Politiker sein, die durch eine klar definierte Gesetzgebung dafür Sorge tragen müssen,  dass die Allmacht der DFS beschnitten wird. Dann gäbe es nicht mehr so viele Einzelfreigaben für verkürzte An- und Abflüge und auch die Ausnahmen bei der Einhaltung des Nachtflugverbots ließen sich vermeiden.

Gesundheitliche Belange müssen Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen haben!

Die BI appelliert an alle Betroffenen, in großer Zahl zu dem o.a. Termin ins Rathaus zu kommen, um ihrer Forderung auch durch physische Präsens Nachdruck zu verleihen.
files/images/ACP_PDF 3_file_document_32x32.pngTeilnehmerliste der Anhörung (pdf)

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