Pressemeldung der BAW

Pressemitteilung der BAW: Erklärung zur Entscheidung der FLSK vom 26.09.2014

Die Entscheidung der Fluglärmschutzkommission (FLSK) vom 26.09.2014 Kurzanflüge bei lediglich 7 nautischen Meilen (NM) zu legitimieren, ist mit der unabhängigen Beratungsaufgabe und dem Fluglärmschutzauftrag NICHT vereinbar. Die FLSK offenbart eine ausschließlich von finanziellen und wirtschaftlichen Interessen geleitete Grundhaltung. Dies rührt daher, dass die FLSK mehrheitlich eine von politischem Kalkül getragene Gruppierung darstellt, kritische Stimmen der Betroffenen sind weit unterrepräsentiert. Aus diesem Grund, sowie zusätzlich  vor dem Hintergrund der steigenden Zahlen von Beschwerden Fluglärmbetroffener in Hamburg und Schleswig-Holstein bedarf es eines deutlichen Gegengewichts zur FLSK.
 
Die Bürgerinitiative Alstertal/Walddörfer/Ahrensburg (BAW) hat sich daher entschlossen die FluglärmschutzAllianz Nord (FLSA Nord) als Zusammenschluss der Fluglärmbetroffen in Hamburg und Schleswig-Holstein auszurufen. Wir rufen alle fluglärmbetroffene Kommunen, bürgerlichen und kommunalen Initiativen, Umweltverbände sowie jeden einzelnen Betroffenen und Beschwerten sich dieser Allianz als Vertreter des Fluglärmschutzes im Wortsinne anzuschließen!
 

  • Die Aufgabe dieser Allianz besteht in der Vertretung und Durchsetzung der Interessen aller Fluglärmbeschwerten und -betroffenen des Hamburger Flughafens und des Werksflughafens Finkenwerden.
  • Die Allianz ist unabhängig, überparteilich und unterliegt keinen wirtschaftlichen und finanziellen Abhängigkeiten.
  • Die FluglärmschutzAllianz Nord fordert eine Neuausrichtung der FLSK und eine Besetzung, die der Fluglärmbetroffenheit gerecht wird.
  • Die FLSA Nord erwartet eine breite Öffnung der FLSK, eine „gläserne“ FLSK, dem Beispiel der Stadt Hamburg folgend, mit öffentlichen Sitzungen und zeitnaher Protokollveröffentlichung.
  • Wir fordern eine echte Fluglärmschutzstelle, mit Fachkompetenz besetzt und ausreichender Legitimation sowie Sanktionierungsmöglichkeiten, vergleichbar mit der Einrichtung des Datenschutzbeauftragten, unabhängig von Behörden, unabhängig von Politik und Wirtschaft.
  • Wir fordern eine echte Bürgerfragestunde zu bürgerfreundlichen Zeiten und an wechselnden Orten in einem monatlichen Rhythmus.

Allem voran fordert die Allianz den Beschluss der FLSK vom 26.09.2014 zurück zu nehmen!
 
Die FLSA Nord fordert, dass eine unabhängige Arbeitsgruppe eingesetzt wird, die auf der Grundlage eines echten Probebetriebes zur Umsetzung der Bürgerschaftlichen Forderungen des „10-Punkte-Plans“ eine Lösung für lärmoptimierte Anflüge und Abflüge findet. Dabei sind alle Kommunen, Initiativen und Betroffenen einzubeziehen. Es sind insbesondere die neusten technischen und praktischen Erkenntnisse zu berücksichtigen und es sind die örtlichen Besonderheiten des Hamburger Flughafens als Innenstadtflughafen zu beachten!
 
Bis zum Vorliegen der Ergebnisse dieser unabhängigen Arbeitsgruppe gilt für den Hamburger Flughafen ein striktes Verbot von jedweden verkürzten An- und Abflügen sowie von Sichtanflügen. Für den Hamburger Flughafen gilt für diese Zeit der überall in Deutschland geflogene ILS-Standardanflug von mindestens 10 NM als verbindlich.
 
Als wesentliche Forderung gilt für die Zeit dieses Probebetriebes die strikte Einhaltung der Betriebszeiten mit der Umsetzung eines echten Nachtflugverbotes.
 
Weiterhin ist die bestehende Bahnbenutzungsregeln in ihrem Wortlaut restriktiv mit Sanktionierungsmöglichkeiten einzuhalten. Abweichungen hiervon sind nur in begründeten Ausnahmefällen zulässig, die in jedem Einzelfall einer gesonderten Fallbegründung gegenüber der Fluglärmschutzstelle bedürfen. Hiervon ausgenommen sind sämtliche Notfalleinsätze und besondere Sicherheitslagen und nachzuweisende Extremwetterlagen. Nach Abschluss dieses Probebetriebes und der Vorlage des Abschlussberichtes dieser unabhängigen Arbeitsgruppe wird ergebnisoffen über die Folgewirkung der Ergebnisse öffentlich diskutiert.

PDF der Pressemitteilung: Erklärung der BAW (Bürgerinitiative Alstertal/Walddörfer/Ahrensburg) zur Entscheidung der FLSK vom 26.09.2014

Falls Sie Interesse an weiteren Pressemeldungen der BAW hanbe sollten, finden SIe diese im Breich Aktuelles.

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