Aktuelle Pressemitteilungen der BAW

Klimalast des Hamburger Verkehrsflughafens

Foto Hamburg: Kristof Topolewski, shutterstock

Fliegen ist und bleibt die klimaschädlichste Transportform des Menschen. Im Vergleich zur Bahnfahrt werden bei einer Flugreise 20 bis 50 Mal mehr CO2-Emissionen pro Kilometer verursacht. Dennoch befeuert der Hamburger Senat das Umherfliegen von und zum „Helmut Schmidt-Airport“ mit umfangreichen Wachstums- und Rabattprogrammen. Das eigene Umweltziel, den CO2-Ausstoß der Stadt bis 2030 gegenüber 1990 zu halbieren, gerät in weite Ferne.

Der Luftverkehr ist der Industriezweig mit dem am schnellsten wachsenden Schadstoffausstoß. Der weltweite Kerosinverbrauch - und damit verbunden der Schadstoffausstoß - ist in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen: Waren es im Jahr 2005 noch 257 Milliarden Liter Kerosin, die weltweit verfeuert wurden, ist die Menge bis zum Jahr 2018 um 38,5 % auf 356 Milliarden Liter gewachsen. Für 2019 wird laut Internationaler Luftverkehrsvereinigung (IATA) sogar mit einem Verbrauch von 367 Milliarden Liter Kerosin gerechnet. Bei dessen Verbrennung wird mehr als eine Milliarde Tonnen klimaschädliches CO2 in die Atmosphäre ausgestoßen!. ...

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Nachtflugbetrieb am Hamburger Flughafen

Verzerrte Wahrnehmung bei Flughafen und Senat

Der für den Hamburger Flughafen zuständige Wirtschaftssenator sieht eine mutmaßlich positive Entwicklung bei den Verspätungen am Flughafen. Grundlage seiner Aussage ist der vom Flughafen veröffentlichte Monatsbericht Februar 2019.

"Flughafen und Senat täuschen die Öffentlichkeit und verfallen in das Shifting-Baseline-Syndrom. Da werden uns mutmaßliche Belastungsminderungen verkauft, die auf Rekordständen des Vorjahres basieren. Das Jahr 2018 ist ein absolutes Rekordjahr bei der Anzahl der Flugbewegungen nach 22 Uhr und bei der Anzahl der Verspätungen gewesen. Seit 2011 steigen die Zahlen kontinuierlich. Im Februar 2019 waren es 28 Verspätungen, im Rekordjahr 2018 64. Doch wo kommen wir her? In 2017 sind es 17 gewesen und in 2016 22. Es ist unredlich vom Senator sich mit Maßnahmen zu rühmen, die bei genauer Betrachtung keinerlei Wirkung entfalten. Das Gegenteil ist der Fall, die Belastungen der Bevölkerung steigen kontinuierlich und hier bedarf es eines echten regulativen Eingriffs. Das ist die tradierte Forderung eines Nachtflugverbot ab 22 Uhr oder schlicht die Reduzierung der das Klima ohnehin hochbelastenden Flugbewegungen. Der Mensch muss weniger fliegen", erklärt Martin Mosel, Sprecher der Bürgerinitiativen für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW). ...

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Flughafen: BUND Hamburg begründet Klage

Composing mit Motiven von pixabay.com

18. März 2019

Zu Beginn des Jahres 2019 hat der BUND Hamburg gegen den Ausbau des innerstädtischen Verkehrsflughafen „Helmut Schmidt“ Klage erhoben. Heute nun wurde fristgerecht die Begründung nachgeliefert. 

Im Wesentlichen beklagt der Umweltverband die Hinfälligkeit der veralteten Planfeststellung aus dem Jahr 1998 sowie die mangelnde Öffentlichkeitsbeteiligung. Mit der jetzt aktuell in Umsetzung befindlichen dritten Ausbaustufe hat der Flughafen sich 13 Jahre Zeit gelassen in einem ohnehin bereits mit 20 Jahre völlig überalterten Planverfahren. Nach Ansicht des BUND ist die Genehmigung verfallen. Die Planfeststellung aus dem Jahr 1998 entspricht in ihrem Kern einer in grossen Teilen überholten Umweltrechtsprechung.   ...

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