Aktuelle Pressemitteilungen der BAW

Fluglärm: Hamburg wünscht sich mehr Ruhe

Ausschnitt Titel Online-Umfrage

9. August 2018

Die Hamburger Umweltbehörde (BUE) hat die Ergebnisse der Befragung im Rahmen der aktuellen Lärmschutzaktionsplanung ausgewertet: Mehr als 4.300 Menschen haben sich an dieser umfassenden Umfrage beteiligt. Resultat: 90 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger ist es an ihrem Wohnort zu laut. Besondere Belastungsträger sind dabei der Straßen- und Fluglärm.
Mit einem deutlichen Votum haben sich die Befragten zur Reduzierung des Fluglärms für eine konsequente Nachtruhe am innerstädtisch gelegenen Hamburger Verkehrsflughafen ausgesprochen. Drei von vier Befragten fordern im Rahmen der gültigen Betriebserlaubnis des Flughafens nach 23 Uhr keine Starts und Landungen mehr. Für den grünen Ressortchef Jens Kerstan zeigt sich in der Umfrage die hohe Relevanz der Lärmproblematik bei der Bevölkerung. Damit stimmt er mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) überein. Diese beziffert Lärm nach der Luftverschmutzung als größte Umweltbelastung weltweit.

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Verspätete Flüge in Hamburg: Flughafenchef klammert eigene Verantwortung aus

Eggenschwiler, Copyright: Hamburg Airport

BAW: Hamburger Flughafen ist mit der Anzahl an Flugbewegungen überfordert

Laut Eurocontrol, der europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt, sind die Hauptverursacher des Verspätungsdebakels im Luftverkehr die Fluggesellschaften und die Flughafenbetreiber. Zusammen sind sie für 61 Prozent der Verspätungen verantwortlich.
Doch Verantwortung möchte keiner von beiden übernehmen. Vielmehr versuchen sie die Schuld der Luftverkehrssicherheit und dem Wetter zuzuschieben. Diese beiden Punkte machen jedoch „nur“ 35 Prozent der Verspätungen aus. Flughafenchef Michael Eggenschwiler fordert nun als Vertreter des Fluglobbyverbandes BDL von der Politik die Rahmenbedingungen derart zu lockern, dass mehr Flugverkehr in "niedrigere Flugflächen" (d.h. dichter am Boden und damit noch lauter beim "Empfänger") verlagert wird und die (angeblich) "starren Betriebszeiteinschränkungen" aufgelöst werden.

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Fluglärm in Hamburg: Wenn nur noch klagen hilft

Foto Oberverwaltungsgerit: hamburg.de / Flugzeug: pixelio

Planfeststellungsbeschluss fehlerhaft - Schutzbestimmungen unbestimmt

Die Bürgerinitiativen für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW) unterstützen ausdrücklich die juristische Klärung des Sachverhaltes um die Einhaltung der Schutzbestimmungen für die Bevölkerung am innerstädtisch gelegenen Hamburger Verkehrsflughafen „Helmut Schmidt“.

 „Mit dem nochmaligen Belastungszuwachs im laufenden Jahr und der fortwährenden Hinhaltetaktik der Entscheidungsträger in Verwaltung und Politik ist der Geduldsfaden bei den Betroffenen gerissen ..."

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