Aktuelle Pressemitteilungen der BAW

Tricksen, täuschen, verschleiern

Foto: Hamburg Airport, Michael-Penner

Was plant der Hamburger Flughafen?

Das Hamburger Abendblatt berichtet heute über ein „Interimsgebäude“ als zusätzlicher Flugsteig auf dem Vorfeld des innerstädtischen Verkehrsflughafen „Helmut Schmidt“. Nach Auskunft des Hamburger Senats ist für dieses Gebäude eine Nutzungsdauer von „zunächst 15 Jahren“ vorgesehen. Aus der Planung des Flughafens ist zu entnehmen, dass für diese „Interimslösung“ ein Invest von 30 Millionen Euro geplant ist. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von Funktionsgebäuden, wie dem vom Flughafen beschriebenen zusätzlichen Terminal auf dem Vorfeld 2, beträgt nach offiziellen Abschreibungstabellen 20 bis 40 Jahre.

Im Planfeststellungsbeschluss von 1998 ist das nunmehr geplante Gebäude als „Interimsmaßnahme“ mit „zunächst vier Abfertigungspositionen auf dem Vorfeld 2“ beschrieben worden und in diesem Rahmen als nicht planfeststellungsbedürftig festgestellt worden, da es sich um keine wesentliche Erweiterung des Flughafens handelt. Aus denen vom Flughafen vorgelegten Projektskizzen sind nun jedoch zehn Abfertigungspositionen ersichtlich. ...

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Lufthansa ist Weltmeister der Verspätungen in Hamburg

Foto: TJDarmstadt, wikipedia

BAW: „LH-Vorstand Hohmeister hat seinen Laden nicht im Griff!“

In dem heute veröffentlichten Interview mit dem Hamburger Abendblatt hat das Mitglied des Lufthansa-Vorstand, Harry Hohmeister, die dreiste Behauptung aufgestellt, es gebe in Hamburg keine Verbindungen der Lufthansa, die als „Dauersünder“ bei den Verspätungen nach 23 Uhr einzuordnen wären. So wären Puffer und Reserven eingebaut worden um die Verspätungen aufzufangen. „Im Vergleich zu anderen Airlines stehen wir aber sehr gut da“, resümiert selbstzufrieden der Lufthansa-Vorstand Hohmeister.

Doch die Wirklichkeit sieht anders aus…

„Ich bin schockiert, mit welcher Dreistigkeit der diesjährige Hauptverursacher des Verspätungsdrama in Hamburg sich hier in Unschuld weidet und das Problem auf andere schiebt“, ärgert sich Martin Mosel, Sprecher des BUND Arbeitskreis Luftverkehr und der Bürgerinitiativen für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW). ...

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Neue WHO Lärmgrenzwerte

Flughafenbetrieb in Hamburg ist eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung!

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 10.10.2018 neue Leitlinien für Umgebungslärm veröffentlicht. Ziel dieser Leitlinien ist es, der Politik in Europa klare Empfehlungen für den Schutz der Gesundheit zu geben. Für Fluglärm empfiehlt die WHO, dass der Dauerschallpegel (Lden) am Tag auf weniger als 45 dB und in der Nacht auf weniger als 40 dB reduziert werden sollte, weil Fluglärm oberhalb dieser Werte mit schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen bzw. mit negativen Auswirkungen auf den Schlaf verbunden ist. Die Leitlinien enthalten deutliche Belege dafür, dass Lärmbelastung zu den wichtigsten umweltbedingten Gefahren für die körperliche und psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung in der Europäischen Region zählt.

Der BUND Hamburg hat für den Fluglärmreport 2017 die zwölf offiziellen Fluglärmmessstellen über einen Zeitraum von fünf Jahren, von 2013 bis 2017, ausgewertet und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass lediglich an einer Messstelle der Tagesgrenzwert der WHO von 45 dB eingehalten wird. In der Nacht sind es bei 40 dB immerhin vier von zwölf Messstellen die den Grenzwert einhalten. Die Stationen mit den höchsten Nachtlärmindizes sind die innerstädtischen Messstellen in Fuhlsbüttel mit 57 dB, Langenhorn mit 52 dB und Stellingen mit 51 dB. ...

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