BAW fordert vom Senat erforderliche Veränderungen

Hamburger Senatswappen, wikipedia.org

„NEIN!“ - Hamburger Senat widerspricht Flughafenchef Eggenschwiler überdeutlich

Flughafenchef Michael Eggenschwiler hatte in der vergangenen Woche in einem Interview die steigende Belastungswirkung durch den Flughafenbetrieb in Fuhlsbüttel in unzulässiger Weise relativiert und sogar verneint. Nach der Aussage Eggenschwiler gäbe es weder eine "signifikante Zunahme" von Fluglärm noch von Flugbewegungen. Die unvermindert steigenden Beschwerden und Proteste wären einer „höheren Empfindsamkeit“ der von Fluglärm Betroffenen geschuldet.

Die Bürgerinitiativen für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW) hatten die Äußerungen von Eggenschwiler scharf zurückgewiesen und nachgewiesen, dass insbesondere der Fluglärm seit 2013 um bis zu 23 Prozent gestiegen ist (http://www.noflyham.de/2017/09/24/unverhaeltnismaessig/).

In der Senatsfragestunde der Hamburgischen Bürgerschaft am Mittwoch wurde Wirtschaftssenator Frank Horch mit den Äußerungen seines Flughafenchefs konfrontiert. Auf die Nachfrage der Fraktion DIE LINKE, ob der Senat die Auffassung Eggenschwilers zur Belastungsentwicklung am Flughafen teile, antwortete der Senator mit einem knappen aber deutlichem „NEIN!“.

„Mit diesem öffentlichen Vertrauensentzug unterstreicht der Senat die Unglaubwürdigkeit Eggenschwilers bei seiner falschen Darstellung der Belastungen durch Fluglärm und Flugbewegungen. Gleichzeitig stellt sich jedoch auch die Frage nach der Belastbarkeit der vom Flughafen vorgelegten Messzahlen, die die Grundlage der Aussage von Eggenschwiler darstellen. Der Senat sollte jetzt konsequent sein und die erforderlichen Veränderungen in die Wege leiten“, fordert Martin Mosel, Sprecher der Bürgerinitiativen für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW).

Pressekontakt:
Martin Mosel | Sprecher
BAW Bürgerinitiative für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein

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