Fliegen & Klimaschutz

Ende für Privilegien des Flugverkehrs

Der Flugverkehr hat bis zu Beginn des Jahres 2020 stark zugenommen und ist im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln besonders klimaschädlich. Dennoch wird Flugverkehr in der EU und in Österreich stark subventioniert. Um die Erderhitzung bremsen zu können, ist der Flugverkehr auf ein ökologisch verträgliches Maß zu begrenzen.

VCÖ: Klimakrise nur mit wenig Flugverkehr zu bewältigen (pdf)


__________________________________

Klimaplan mit Freiflugschein

Klimaschutz im Sinne einer schnellen und umfassenden Reduktion der von Menschen verursachten klimaschädlichen Emissionen ist global eine der wichtigsten Aufgaben der Gegenwart. Es sind daher alle Anstrengungen zu unternehmen, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die Menschen vor den Konsequenzen gravierender Klimaveränderungen zu schützen. Im aktuellen Klima(schutz)plan des Hamburger Senats findet das Thema „Luftverkehr“ findet jedoch keine hinreichend kritische Betrachtung. Den angestrebten luftverkehrsbezogenen CO2-Reduktionen von 6.235 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr stehen luftseitige CO2-Emissionen von jährlich ca. 928.000 Tonnen gegenüber - Tendenz steigend! Der Hamburger Klima(schutz)plan droht zu scheitern, insbesondere deshalb, weil der Luftverkehrssektor offensichtlich einen privilegierten Schutzbereich darstellt. Hier läuft in Sachen Klimaschutz einiges schief …
Lesen Sie weiter im BAW Blog ...


__________________________________

Ehrlich diskutieren: Fakten statt Mythen
Um fünf Prozent wächst der internationale Luftverkehr jedes Jahr. Auch seine Emissionen nehmen zu. Trotzdem spielt die Luftverkehrsbranche die Klimawirkungen des Luftverkehrs herunter und überhöht seinen Nutzen. Was ist dran an ihrer Argumentation? Was sind die Fakten?

1. Ein neues Luftverkehrskonzept vorlegen
2. Ultrakurzstreckenflüge auf die Schiene verlagern
3. Internationale „Klimaschutz“–Vereinbarung CORSIA ablehnen, weil die Emissionen weiter wachsen.
4. EU-Emissionshandel reformieren und internationalisieren
5. Internationale Kerosinsteuer als Alternative zum Emissionshandel einführen
6. Dienst- und Geschäftsreisen reduzieren und verlagern
7. Private Urlaubsreisen nachhaltig gestalten

BUND: Weniger ist mehr! Sieben Schritte für einen klima- und ressourcenschonenden Luftverkehr (pdf)


__________________________________

Schon heute trägt der Flugverkehr zur Erdüberhitzung bei. Nicht nur durch die Emissionen von CO2, sondern auch durch viele andere Effekte, die Fliegen so besonders klimaschädlich machen. Und alle Prognosen gehen davon aus, dass in Zukunft immer mehr Menschen fliegen werden, der Anteil des Flugverkehrs an der Erderhitzung also immer größer wird.  . ...
Um das Klima zu schützen müssen wir – das zeigen alle Analysen – weniger fliegen. Fliegen ist heute alles andere als gerecht. Ein sehr kleiner Teil der Menschen, auch in Deutschland, fliegt auf Kosten der Gesellschaft. Billige Tickets gibt es nur, weil Fliegen in Deutschland mit Milliarden subventioniert wird – und so das Geld für z. B. bessere und günstigere und klimafreundlichere Bahnverbindungen fehlt.
Magazin des Umwelbundesamts: FLIEGEN (pdf)


__________________________________

Am Boden bleiben

Das Hamburger Abendblatt (HA vom 13.09.19) – Hofberichterstatter der Luftverkehrswirtschaft – stellt sich (und der/dem geneigten Lesenden) die Frage, wie (Flug-)Passagiere ihre CO2-Bilanz „verbessern“ können, da Fliegen dem Klima schadet. Statt auf das Naheliegende zu kommen, weniger zu fliegen, empfiehlt der Wirtschaftsredakteur, Wolfgang Horch, zur Gewissensberuhigung eine Kompensationszahlung (Ablasshandel) vorzunehmen. NoFlyHAM ergänzt und korrigiert die Antworten, die das HA vorgegeben hat. ... Lesen Sie weiter im BAW Blog ...


__________________________________

BUND Hamburg legt Klimakrisenplan vor

Als Antwort auf die Klimakrise hat der BUND Hamburg heute einen breit aufgestellten Forderungs- und Maßnahmenkatalog vorgelegt. Ziel ist es, Hamburg bis 2035 klimaneutral auszurichten und damit die Vorgaben des Pariser Klimaschutzabkommens umzusetzen.
21.11.2019, bund-hamburg.de

... Im Verkehrsbereich fordert der BUND Hamburg bis 2035 die gesamte Stadt autoarm zu organisieren. Dies muss mit einer Qualitäts- und Ausbauoffensive des Öffentlichen Nahverkehrs einschließlich eines Stadtbahnnetzes einhergehen. Der Ausbau von sicheren Fahrradwegen bekommt Vorrang vor dem Straßenbau und wird als Daueraufgabe etabliert. Um die besonders schädlichen Emissionen im Bereich Flugverkehr zu reduzieren, soll am Hamburger Flughafen ein hoher Klimazuschlag auf Kurzstreckenflüge (< 500 km) erhoben werden. ...

__________________________________

Klimalast Fliegen

BUND zur Luftfahrtkonferenz: "Könnten ab 2030 ohne innerdeutsche Flüge auskommen"

SWR Aktuell
21.08.2019
_______________________________________________________

Klimazentrale Fliegen - Umweltzerstörung zum Discountpreis | Neuer Podcast zu Klima- und Umweltfragen

SWR Aktuell Klimazentrale
ARD Audiothek - 14.08.2019 
_______________________________________________________

CO2: Fliegen ohne schlechtes Gewissen?

25.6.2019, ZEIT ONLINE
... Es gibt ein Wort für alle, die sich schlecht fühlen, weil sie einen Flug gebucht haben. Es heißt: Flugscham. Was kann man gegen dieses Gefühl tun? Eine Möglichkeit wäre: nicht fliegen. Eine andere: eine Wiedergutmachung leisten.. ...

__________________________________


__________________________________


__________________________________

Klimaverträglicher Flughafenbetrieb?

„Grünes Fliegen“ oder sogar „klimaneutrales Fliegen“ ist in der kommerziellen Luftfahrt unmöglich. Es sei denn, es wird mit Verschmutzungszertifikaten, Ablasshandel und beschränkten Bilanzierungsrahmen getrickst. Fliegen ist und bleibt der mit Abstand umweltschädlichste Verkehrsträger! Lesen Sie weiter im BAW Blog ...


__________________________________


__________________________________

Greta Thunberg

“And yes, I know we need a system change rather than individual change.
But you can not have one without the other.”


__________________________________

Klimalast Fliegen

Fliegen schädigt das Klima weit überproportional und gefährdet das Leben nachfolgender Generationen auf unserem Planeten! Lesen Sie weiter im BAW Blog ...


__________________________________

Warum es sehr wohl einen Unterschied für die Umwelt macht, ob du fliegst oder nicht

Steve Westlake ist kein Klimaforscher, sondern Kommunikationswissenschaftler. Er hat das Flugverhalten von Menschen untersucht – und wie ihr Umfeld darauf reagiert. Dafür hat er 32 qualitative Interviews geführt und 380 Menschen befragt.
26.04.2019, bento.de

Westlakes Ergebnis: Nicht-Fliegen ist ansteckend, weil es das Fliegen als Normalität infrage stellt. (The Conversation

Westlake beruft sich auf die Idee der sozialen Normen: Unser Verhalten beeinflusst demnach das Verhalten der Menschen um uns herum. Eine wichtige Rolle spielen dabei einzelne, hoch angesehene Personen – das hat frühere Forschung bereits gezeigt. Sie können die moralischen Normen und das Verhalten von Gruppen so beeinflussen, dass Nachhaltigkeit zur neuen Normalität wird.(Studie)


__________________________________

Klimawandel: Mobilitätsforscher fordert Verbot von innerdeutschen Flügen

Der Berliner Mobilitätsforscher Andreas Knie hat sich für ein Verbot von Flügen innerhalb Deutschlands ausgesprochen.
26.01.2019, Deutschlandfunk
Das Fliegen sei so schädlich für das Klima, dass man sich das nicht mehr leisten könne, sagte der Soziologe der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Politik müsse hier eingreifen und auch mehr Druck auf die Fluggesellschaften ausüben, um die Entwicklung von klimafreundlicheren Flugzeugen voranzutreiben. Als Beispiel nannte er eine Senkung der Emissionsgrenzwerte und eine Kerosinsteuer.

weiterlesen bei Deutschlandfunk.de und bei Berliner Morgenpost

 

„Aldisierung der Luftfahrtbranche“ Mobilitätsforscher: Fliegen ist Teil einer globalen Verständigung

26.01.2019, Deutschlandfunk
Plädiert für eine Deckelung der Flüge pro Person, um das Klima zu schützen: Mobilitätsforscher Andreas Knie, Professor für Soziologie an der Technischen Universität Berlin (TU Berlin).

weiterlesen bei Osnabrücker Zeitung Neue OZ

Stay grounded | Am Boden bleiben

STAY GROUNDED (pdf)

 

13 Schritte für ein gerechtes Transportwesen und eine schnelle Verringerung des Flugverkehrs

Das Flugzeug ist das klimaschädlichste Transportmittel überhaupt, und der Luftverkehr eine der am schnellsten wachsenden Quellen von Treibhausgasemissionen. 

________________________________________

BAW-Blog: „Mangelnde Flugscham“

Laut Deutscher Flugsicherung GmbH (DFS) fanden 2018 im deutschen Luftraum so viele Flüge wie noch nie statt. ... Es gibt es keine andere menschliche Aktivität, die in so kurzer Zeit so viele Emissionen verursacht, wie die Luftfahrt
Lesen Sie weiter im BAW Blog ...

 

+ BAW-Blog: „Fliegen für den Klimawandel“

Die ökologischen Belastungsgrenzen des Planeten – deren Überschreitung die Stabilität des Ökosystems und die Lebensgrundlagen der Menschheit insgesamt gefährdet – sind weit überschritten. Im Zuge der Umweltschutz– und Klimawandeldebatte ist es von großer Bedeutung, zu wissen, welches die Hauptbelastungsfaktoren sind: Der ökologische Fußabdruck stellt in diesem Zusammenhang einen wichtigen Nachhaltigkeitsindikator dar
Lesen Sie weiter im BAW Blog ...

________________________________________

JEDE*R muss seinen Teil zum Klimaschutz beitragen


__________________________________

Flugscham und andere Doppelmoralprobleme

Alles wissen, nichts ändern
Ein Kommentar von Timo Rieg |Deutschlandfunk Kultur | POLITISCHES FEUILLETON | Beitrag vom 30.11.2018
In Schweden kennt das Wort bereits jeder: Flugscham. Die ökologisch motivierte Scham ein Flugzeug zu benutzen. Jetzt ist die Flugscham auch bei uns gelandet. Der Publizist Timo Rieg findet das großartig – und hat noch andere Wort-Ideen.
weiterlesen

Der Traum vom Fliegen. Für ganze 20 Euro.

Kann man dagegen etwas haben?
Warum steht der Flugverkehr in der Kritik?
Was kann der Einzelne tun?
Was kann und muss die Politik tun?

Der Flyer vom Arbeitskreis Flugverkehr mit Fakten und Vorschlägen.

Richard David Precht mit Hans Joachim Schellnhuber: Ist die Erde noch zu retten?

Der Rekordsommer dieses Jahres hat viele Menschen aufgeschreckt: Ist dies ein weiteres Anzeichen für den Klimawandel? Wie wird die Welt aussehen, wenn sich das Klima noch weiter erwärmt? Richard David Precht spricht mit Prof. Hans Joachim Schellnhuber, …  "Wir brauchen eine Zumutungskultur! ...  Flüge innerhalb Deutschlands müssen ersetzt werden ...  Kerosin muss endlich besteuert werden ... Schweden macht es erfolgreich vor ..."

Episode 39 vom 08.10.2018 auf YouTube / © precht.zdf.de | Alle Rechte vorbehalten.

Klimaschutzplan: Maßnahmenset 2.1

Foto: Romolo Tavani - fotolia.de

Diskussionsgrundlage für die zweite Dialogrunde des Beteiligungsprozesses zum Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung

Flugverkehr ab Seite 169 ff im pdf: Klimaschutz-Maßnahmenset 2.1 (pdf, 3,8 MB)

KSP-V-05: Anpassung Besteuerung Flugverkehr /
Robuste Strategie: Verlagerung auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel
Transformativer Pfad: Steigerung der Anteile von Verkehrsmitteln mit niedrigen spezifischen Verbrauch/THG-Emissionen

Hintergrund
Zur Erreichung einer weitgehenden Dekarbonisierung ist besonders für den Verkehrssektor eine weitreichende Trendänderung erforderlich, da sich im Gegensatz zu anderen Sektoren (Industrie, Energiewirtschaft, Haushalte) bisher keine Abschwächung des Verkehrswachstums zeigt. Insbesondere im rasant wachsenden Luftverkehr mit entsprechend negativen Klimaauswirkungen besteht erheblicher Handlungsbedarf. Auf nationaler und europäischer Ebene ist dazu die Änderung der ordnungspolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen im Verkehr zum Abbau umweltschädlicher Subventionen notwendig. Dies betrifft insbesondere die Energiesteuerbefreiung des gewerblich verwendeten Kerosins. Im grenzüberschreitenden Personenverkehr in der Luft und auf der Schiene bestehen neben der ungleichen Energiebesteuerung weitere Wettbewerbsverzerrungen, da Flugtickets von der Umsatzsteuer befreit sind und Bahntickets auf dem deutschen Streckenteil mit dem vollen Umsatzsteuersatz belastet werden. Diese Begünstigung des Luftverkehrs ist insbesondere klimapolitisch ungerechtfertigt, da die Bahn im Vergleich zum Flugzeug bei gleicher Personenverkehrsleistung nur ca. 20% der Treibhausgase emittiert.
Durch eine gegenüber dem Straßen- und Schienenverkehr adäquate Energiebesteuerung im Luftverkehr können Anreize für ein umweltgerechteres Verhalten gesetzt werden, indem Verkehre vermieden, auf THG-ärmere Verkehrsträger verlagert und insgesamt die Wettbewerbsbedingungen im Fernverkehr ein Stück weit harmonisiert werden. Da in Deutschland der Anteil des internationalen Verkehrs rund 80% beträgt und eine Kerosinsteuer auf europäischer Ebene die Zustimmung aller Mitgliedstaaten erfordert, kann Deutschland bis zu einer Einigung auf EU-Ebene alternativ die bestehende Luftverkehrssteuer bis zu der Höhe anheben, die sich aus einer Besteuerung des in Deutschland verwendeten Kerosins ergeben würde. Durch eine Umsatzbesteuerung von Flugtickets für den auf deutschen Gebiet anteiligen Weg können Anreize für ein umweltgerechteres Verhalten gesetzt werden, indem Verkehre vermieden, auf THG- ärmere Verkehrsträger verlagert und insgesamt die Wettbewerbsbedingungen im Personenfernverkehr ein Stück weit harmonisiert werden.