Fliegen und Klimaschutz

... Geht das überhaupt?

Kein Verkehrsmittel ist klimaschädlicher, wegen seiner CO₂-Emissionen, aber auch wegen der so genannten Nicht-CO₂-Effekte wie etwa Wolkenbildung oder Stickoxidemissionen.

Gleichzeitig kannte der Luftverkehr in den vergangenen Jahren nur eine Tendenz: nach oben. Zwischen 2013 und 2018 ist der weltweite Luftverkehr jährlich um etwa fünf Prozent gestiegen. Es bleibt fraglich, ob die Covid-19-Pandemie hier eine Trendwende einläutet.
Der Luftverkehr scheint sich nach der Pandemie schnell erholen, wenn er nicht strikter reguliert und die Entwicklung nachhaltiger Technologien nicht stärker vorangetrieben wird. Zusammen mit der gelebten Erkenntnis, dass viele Flugreisen nicht notwendig sind, ist dies ein wichtiger Anlass, die Zukunft des Luftverkehrs neu zu denken und auszurichten.

Viele Fakten dazu gibt es auf der Website Fliegen und Klima vom Ökoinsitut.

Grafik: Öko-Institut e.V.

Die Vision ist schon jetzt möglich, wenn wir wollen!

Besser am Boden bleiben?

Inhalte Broschüre:

  • Stay Grounded – ein Netzwerk zur Begrenzung des Luftverkehrs
  • Wie kann der Luftverkehr nachhaltiger werden?
  • Alternativen zum Fliegen und die Kompensation von Emissionen
  • Es ist nicht mehr hip und cool, um die Welt zu jetten“

Größter CO2-Rückgang

14.10.2020, POTSDAM-INSTITUT FÜR KLIMAFOLGENFORSCHUNG:
Echtzeit-Daten zeigen die massiven Auswirkungen von Covid-19 auf die globalen Emissionen

Während die andauernde Corona-Pandemie weiterhin Menschenleben fordert, konnte in der ersten Jahreshälfte 2020 ein beispielloser Rückgang der CO2-Emissionen festgestellt werden – stärker als während der Finanzkrise von 2008, der Ölkrise von 1979 oder sogar während des Zweiten Weltkriegs. Ein internationales Forscherteam hat herausgefunden, dass in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 8,8 Prozent weniger Kohlendioxid ausgestoßen wurden als im gleichen Zeitraum im Jahr 2019 – ein Rückgang von insgesamt 1551 Millionen Tonnen.
Die bahnbrechende Studie bietet nicht nur einen viel genaueren Blick auf die Auswirkungen von COVID-19 auf den globalen Energieverbrauch als frühere Analysen. Sie macht auch Vorschläge, welche grundlegenden Schritte unternommen werden könnten, um das globale Klima nach der Pandemie dauerhaft zu stabilisieren.

Foto: dipsindia2004, pixabay

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Wie Flugzeugemissionen weggerechnet werden

13.10.2020, Handelsblatt von Helge Peukert:
Die versprochene Halbierung der CO2-Emissionen bis 2050 wird nur durch Rechentricks erreicht. Steuerprivilegien abzubauen würde viel mehr bringen.

....Weltweit sind Hunderte Flughafenneubauten oder -ausbauten geplant. ....der Flugverkehr wurde frühzeitig aus dem Kyoto-Protokoll ausgegliedert und stattdessen einer unbeachteten, hinter verschlossenen Türen agierenden UN-Sonderorganisation zugewiesen, der ICAO, die von Lobbyisten der Flugbetreiber dominiert wird.

...Ein großer Teil des Flugverkehrs wurde ganz aus der Emissionsmessung und -reduktion herausgenommen. ...
Da all diese Tricks noch nicht ausreichen, um die gestiegenen Emissionen auf dem Niveau von 2019 zu halten, wurde ein großzügiger Ablasshandel mit Gutschriften aus Kompensationsprojekten eingeführt. ...

Foto: PixxlTeufel, pixabay

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Handlungsdruck für die Klimapolitik im Luftverkehr

Januar 2020, UBA (Umweltbundesamt)
Vortrag von Frank Wetzel, UBA (Allianz für Fluglärmschutz Hamburg)

Bereits eine Flugreise kann das Klimabudget einer Person stark belasten. - CO2 und Nicht-CO2-Klimaeffekte des Luftverkehrs. - Erwartete Wachstumsleistung bis 2037. -  Kraftstoffverbrauch des weltweiten Flugverkehrs. - ... - Prozentualer Einfluss des Klimawandels auf das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2100. - Klimawandel-bedingte Todesfälle. - ... - Vision des Umweltbundesamtes ...

Klimabudget Flughafen Hamburg

August 2020, BAW HH|SH:
Die Corona-Pandemie reduziert den Betrieb des Hamburger Flughafens auf ein CO2-Niveau, welches dem Klima(schutz)plan des Senats entspricht.
Mehr als 30.750 t CO2 pro Monat sind nicht verträglich! ⁦ Trotz "Luftfahrtkrise" schöpft der Hamburger Verkehrsflughafen sein Klimabudget von maximal 30.750 Tonnen CO2 pro Monat im August 2020 bereits zu 93 % aus!

Klimaverträglicher Flughafenbetrieb?

„Grünes Fliegen“ oder sogar „klimaneutrales Fliegen“ ist in der kommerziellen Luftfahrt unmöglich. Es sei denn, es wird mit Verschmutzungszertifikaten, Ablasshandel und beschränkten Bilanzierungsrahmen getrickst. Fliegen ist und bleibt der mit Abstand umweltschädlichste Verkehrsträger! Lesen Sie weiter im BAW Blog ...

Klimaplan von unten

Mobilitätsgerechtigkeit – nötige Maßnahmen Luftverkehr: Massive Verringerung der Flugbewegungen.

Z.B.: Vielflieger*innenabgabe, Reduktion der Flughafenanzahl, Miles and More Programme abschaffen, Moratorien auf Flughafeninfrastruktur, Steuerbevorteilung der Flugindustrie aufheben, Limitierung von Flügen, Austritt aus CORSIA, Verbot von Kurzstreckenflügen

Foto: dipsindia2004, pixabay

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Ende für Privilegien des Flugverkehrs

Juni 2020, VCÖ Factsheet
Klimakrise nur mit wenig Flugverkehr zu bewältigen

Der Flugverkehr hat bis zu Beginn des Jahres 2020 stark zugenommen und ist im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln besonders klimaschädlich. Dennoch wird Flugverkehr in der EU und in Österreich stark subventioniert. Um die Erderhitzung bremsen zu können, ist der Flugverkehr auf ein ökologisch verträgliches Maß zu begrenzen.

Ehrlich diskutieren: Fakten statt Mythen

Um fünf Prozent wächst der internationale Luftverkehr jedes Jahr. Auch seine Emissionen nehmen zu. Trotzdem spielt die Luftverkehrsbranche die Klimawirkungen des Luftverkehrs herunter und überhöht seinen Nutzen. Was sind die Fakten?

1. Ein neues Luftverkehrskonzept vorlegen
2. Ultrakurzstreckenflüge auf die Schiene verlagern
3. Internationale „Klimaschutz“–Vereinbarung CORSIA ablehnen, weil die Emissionen weiter wachsen.
4. EU-Emissionshandel reformieren und internationalisieren
5. Internationale Kerosinsteuer als Alternative zum Emissionshandel einführen
6. Dienst- und Geschäftsreisen reduzieren und verlagern
7. Private Urlaubsreisen nachhaltig gestalten

Klimaplan mit Freiflugschein

Dezember 2019, BAW HH|SH:
Klimaschutz im Sinne einer schnellen und umfassenden Reduktion der von Menschen verursachten klimaschädlichen Emissionen ist global eine der wichtigsten Aufgaben der Gegenwart.

Es sind daher alle Anstrengungen zu unternehmen, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die Menschen vor den Konsequenzen gravierender Klimaveränderungen zu schützen. Im aktuellen Klima(schutz)plan des Hamburger Senats findet das Thema „Luftverkehr“ findet jedoch keine hinreichend kritische Betrachtung. Den angestrebten luftverkehrsbezogenen CO2-Reduktionen von 6.235 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr stehen luftseitige CO2-Emissionen von jährlich ca. 928.000 Tonnen gegenüber - Tendenz steigend! Der Hamburger Klima(schutz)plan droht zu scheitern, insbesondere deshalb, weil der Luftverkehrssektor offensichtlich einen privilegierten Schutzbereich darstellt. Hier läuft in Sachen Klimaschutz einiges schief …

Lesen Sie weiter im BAW Blog ...

UBA Maganzin: Schwerpunkt Fliegen

2 / 2019, Magazin des UBA Umweltbundesamtes

Um das Klima zu schützen müssen wir – das zeigen alle Analysen – weniger fliegen. Fliegen ist heute alles andere als gerecht. Ein sehr kleiner Teil der Menschen, auch in Deutschland, fliegt auf Kosten der Gesellschaft. Billige Tickets gibt es nur, weil Fliegen in Deutschland mit Milliarden subventioniert wird – und so das Geld für z. B. bessere und günstigere und klimafreundlichere Bahnverbindungen fehlt.

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